Chronik 1953 - 1992

Aus der Chronik  /  1953 - 1992

Das 50-jährige Jubiläumsfest 1953 in Kufstein unterschied sich von den üblichen Bundesmsuikfesten durch einen gemeinsamen Heimatabend am Samstag auf der Josefsburg und beim Sonntäglichen Festzug mit der Beistellung von Festwägen durch jede Bundesmusikkapelle sowie die Teilnahme mehrerer außerbündischer Musikkapellen.

Der Musikibund bestand nun bereits aus 18 Bundesmusikkapellen: Wörgl I und Wörgl II hatten sich zur Stadtkapelle zusammengeschlossen, neu hinzugekommen waren Erl, Landl, Niederau, Walchsee; 1957 kam noch Bruckhäusl dazu.

 
Das Jubiläumsfest 1953 in Kufstein

Anfang der 50er Jahre fällt der Beitritt zum neuen Landesverband der Tiroler Blasmusikkapellen.

Mit der Übernahme der Führung des Musikbundes im Jahr 1959 durch Ing. Sebastian Exenberger als Bundesobmann und Musik Dir. Josef Schweighofer als Bundeskapellmeister wurde zukunfstorientiert auf eine gediegene musikalische Ausbildung und eine straffe Organisation besonderer Wert gelegt.

So wurde durch die Abhaltung von Kursen und Seminaren für Kapellmeister, Instruktoren, Stabführer, Blasmusiker und Schlagzeuger den Kapellmeistern und einzelnen Musikern die Möglichkeit einer fachlichen Weiterbildung gegeben.

 
1979 - Kapellmeisterseminar in Wörgl
 

Zur musikalischen Selbstkontrolle der Bundesmusikkapellen wurden die bezirksinternen Wertungsspiele (erstmals 1966 in Wörgl), die sich bestens bewährt haben, eingeführt. Ein besonderes Anliegen war die Bundesleitung der Jungmusiker, die durch einführung der Jugendreferenten und dem Erwerb der Jungmusiker-Leistungsabzeichen 1972 weitgehend gefördert wurden.

             
 
zwei langjährige Säulen:
Bernhard Anker † - 35 Jahre Funktionär, Ing. Sebastian Exenberger † - 43 Jahre Obmann
 

Ein besonderes Anliegen war der Bundesleitung die flächendeckende Ausbildung der jungmsuiker im Bezirk durch Musikschulen. Dies wurde erreicht, dass neben den beiden bestehenden Musikschulen Kufstein und Wörgl zwei weitere Musikschulen "Untere Schranne" und "Söllandl" geschaffen wurde.

Durch den Beitritt der Musikkapelle Ellmau 1974 und Scheffau 1975 sind sämtliche zum Bereich des Unterinntaler Musikbundes, Bezirk Kufstein gehörenden Musikkapellen als Mitgleider vertreten.

Das 75-jährige Jubiläumsfest 1978 in Wörgl gestaltete sich nicht nur zu einer Demonstration der Blasmusik am Allgemeinen, es wurde auch ein Fest für Jungmusiker durch einen eigenen Festabend mit dem erstmaligen Auftritt einer Bezirksjungmusikkapelle.

Dieser Festabend wurde zu einer ständigen Einrichtung mit Verleihung der Jungmusiker-Leistungsabzeichen und als Rahmenprogramm Vorführung von "Musik in kleinen Gruppen", und in Jubiläumsjahren mit einem Konzert der Bezirks-Jugendmusikkapellen.

Eine positive Änderung der Bundesmusikfeste ergab sich dadurch, dass die Abhaltung nicht wie bisher auf Kufstein und Wörgl beschränkt blieb, sondern Bundesmusikkapellen, die ein Jubiläum feiern ebenfalls das bundesmusikfest ausrichten können. Auf diese neue Art wurden Bundesmusikfeste in Ellmau 1980, Ebbs 1981, Bruckhäusl 1982, Bad Häring 1989, Kichbichl 1991, Söll 1994, Unterlangkampfen 1996, Schwoich 1997, Niederndorf 1998, Vorderthiersee 1999 und Bruckhäusl 2002 abgehalten.


Die Jungmusikkapellen Kufstein beim Bezirksmusikfest 1983
 



1987 - Bezirksmänner des Unterinntales im Gespräch:
v.Li.: Ludwig Fender † (Schwaz)
Ing. Sebastian Exenberger † (Kufstein)
Sepp Fischer † (Rattenberg)